Fürsprecher

Frank Laier, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D. "Den Verein „Frauen helfen Frauen“ zu unterstützen, ist mir ein Anliegen. Ich appelliere an Firmen und Institutionen, dem Verein Zuwendungen zukommen zu lassen, aber auch an meine früheren Kollegen von den Strafgerichten, ihm Bußgelder zuzuweisen. Denn in dem Verein wird den Frauen und Kindern in Not sinnvoll und sofort geholfen." Stuttgart, den 8. November 2011

Geldauflagen Frauen helfen Frauen e.V.

Seit über 30 Jahren engagiert sich der Stuttgarter Verein Frauen helfen Frauen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen. Wir unterhalten ein Frauenhaus, das den Betroffenen anonymen Schutz gewährt sowie sozialarbeiterische Unterstützung bei ihrem Weg in ein gewaltfreies, selbstbestimmtes Leben. Zwei Beratungsstellen bieten Frauen eine erste Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt und Stalking.Darüber hinaus sehen wir es als unsere Aufgabe, häusliche Gewalt an Frauen und Kindern öffentlich anzuprangern und uns politisch für eine Verbesserung deren Situation einzusetzen. Durch Bußgeldzuweisungen kann unsere Arbeit mit den Frauen und Kindern in gleichbleibender Qualität und dem notwendigen zeitlichen Umfang geleistet werden. Die jährlichen hohen Regelverpflichtungen des Vereins gegenüber beiden Einrichtungen können nur über die Bußgeldzuweisungen erfüllt werden. Die Stärkung und Unterstützung der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen, Mädchen und Jungen durch Beratung, Begleitung und therapeutische Angebote ist die zentrale Aufgabe unserer Einrichtungen. Wie in den letzten Jahren auch wissenschaftlich belegt wurde, werden Kinder, die Gewalt in der Herkunftsfamilie erlebt haben, später selbst eher Opfer oder Täter. Damit ist die Arbeit an der Unterbrechung dieses Kreislaufs eine der wichtigsten Interventionen zur Reduzierung häuslicher Gewalt. In unseren präventiven Angeboten lernen die Mädchen und Jungen alternative Konfliktlösungsstrategien. Im Jahr 2010 fanden im Frauenhaus 58 Frauen und 58 Kinder Zuflucht und Schutz. Davon kamen 9 Frauen mit ihren Kindern aus anderen Bundesländern. In den Beratungsstellen "BIF-Beratung und Information für Frauen" und "FIS-Fraueniterventionsstelle" nahmen im vergangenen Jahr 156 Frauen, sowie 15 Mädchen und Jungen persönliche Beratung in Anspruch.